Maskottchen bzw. Walking Acts hatten es in den letzten Jahrzehnten sehr schwer. Viele Maskottchen wurden in den letzten Jahrzehnten aus Kosten- und Imagegründen abgeschafft. Und doch erleben sie derzeit ein Revival: Immer mehr Vereine und Unternehmen erkennen wieder den Wert dieser Figuren. Sie versprühen nicht nur Emotionen, Aufregung und Humor, sondern dienen auch als Brücke zwischen dem Verein oder der Organisation als Marke und dem Publikum vor Ort. Damit Ihr Maskottchen einen bleibenden Eindruck hinterlässt, haben wir Ihnen sechs hilfreiche Tipps verfasst.

1. Achten Sie auf schauspielerisches Talent

Es mag für Vereine und Unternehmen verlockend klingen, eine schüchterne oder introvertierte Person in ein Maskottchen-Kostüm zu stecken. Damit tun Sie aber weder der Person einen Gefallen, noch Ihrem Publikum. Während des Events kann die gesamte Aufmerksamkeit auf Ihrer Figur liegen – introvertierte Personen werden sich hier schnell unwohl fühlen. Darüber hinaus muss der Schauspieler seine Gesten wesentlich größer und raumfüllender machen, damit das Maskottchen überhaupt wirkt und Eindruck hinterlässt. Dies gelingt am besten mit extrovertierten Persönlichkeiten.

Achten Sie daher bei Ihrer Personalauswahl unbedingt auf schauspielerisches Talent und Extrovertiertheit. Ideal wären Menschen mit Theater- oder Bühnen-Erfahrung sowie Studenten mit künstlerischer Eignung.

2. Das Maskottchen sollte klare Vorgaben der Persönlichkeit haben

Was zeichnet dieses Maskottchen aus? Welche Attribute, Eigenschaften hat es? Wie sieht die Philosophie des Maskottchens aus? Wie gliedert es sich ein in die Marke bzw. der Markenbildung des Clubs insgesamt? Der Fuchs Vincent des Volleyball-Clubs Wiesbaden in der Volleyball-Bundesliga etwa besitzt eine ganze Lebensgeschichte. Er hat ein Geburtsdatum, eine Schlaghand, ja sogar eine genaue Größe – und zwar genau 2,24 Meter, weil dies die Netzhöhe bei den Frauen ist. Ein Schauspieler muss diese Werte verkörpern können.

3. Bleiben Sie in der Rolle und bespaßen Sie das Publikum, nicht die Teams.

Auch wenn auf Maskottchen eher Kinder reagieren, so sind sie letztendlich für alle Beteiligten ein identitätsstiftendes Medium. Deshalb müssen sich die Maskottchen-Schauspieler Ihrer Verantwortung bewusst sein, aber auch flexibel bleiben. Hier ein Foto, dort eine Umarmung, anschließend ein umherlaufendes Kind – das Maskottchen muss die gesamte Dauer über in seiner Rolle verharren und auf diese unvorbereiteten Situationen entsprechend seiner Persönlichkeit reagieren.

4. Stellen Sie dem Maskottchen einen Assistenten zur Seite

Die Sicht und der Bewegungsradius eines Maskottchens sind extrem eingeschränkt. Es ist Höchstarbeit – die Temperaturen in dem Kostüm erreichen regelmäßig 30 bis 40 Grad Celsius. Deshalb braucht es einen Assistenten, der das Maskottchen zum Beispiel über die Tribüne, den Backstage-Bereich oder durch enge Gänge führt. Helfen Sie Ihrem Maskottchen, so gut es geht.

5. Ein Maskottchen redet nicht

Viele Sachen gehören zu einem Maskottchen: Das Kostüm, die Kleidung, die Gestik – aber eine Sache nicht: Die Sprache. Es gilt: Ein Maskottchen redet nicht – höchstens zum Assistenten. Dementsprechend kann es sich, wenn es mit Stadion- oder Hallensprechern interagiert, nur mit Mimiken und Gesten wie etwa Kopfschütteln oder -nicken, Winken oder Treten verständigen. Es kommuniziert visuell.

6. Zeigen Sie Ihr Maskottchen auch digital!

Ein Maskottchen sollte nicht nur in der analogen, echten Welt existieren. Zeigen Sie Ihr Maskottchen auch im Internet, etwa als zusätzlicher Spieler im Kader, oder wie bei den United Volleys Herren in der Bundesliga mit einem persönlichen Facebook-Account. Das Maskottchen heißt Jay Smash und lebt seine eigene digitale Welt aus. Berni, das Maskottchen des FC Bayern München, hat einen Twitter-Account mit 13000 Followern!

Best-Practice-Beispiel: „Jay Smash“, Maskottchen der United Volleys Frankfurt (Foto: United Volleys)

Nun muss es nicht eine zeitaufwendige und professionelle Facebook- oder Twitter-Seite sein, möglich wären auch ein Instagram-Account, eine Autorenschaft für Ihre Website, zum Beispiel für Ihren Blog oder Nachrichten-Bereich, Autogrammkarten mit Tatzenabdrücken oder umfangreiches Merchandise. Unterschätzen Sie nicht den Werbeeffekt – seien Sie kreativ!

Fazit:

Geben Sie Ihrem Maskottchen Platz. Bewerben Sie es, online wie offline! Begreifen Sie ein Maskottchen als visuelles Hilfsmittel – verknüpfen Sie die positiven Emotionen mit Ihrer Marke, Ihrer Organisation, Vereins, Clubs oder Ihrem Event. Geben Sie ihm eine eigene Persönlichkeit, und stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Person für diesen anstrengenden Job einstellen.

Sollten Sie dabei Hilfe benötigen – D3Smedia betreut Sie beim Entwickeln eines Walking-Act-Konzepts. Wie immer: Präzise. Empathisch. Zielgerichtet.