Es ist kein großes Geheimnis, dass die Verknüpfung von Marken mit positiv-emotionalen Erlebnissen intensiv und nachhaltig ist. Um diese Assoziation zu wecken, eignet sich hervorragend das Instrument der Live-Kommunikation. Wie das definiert ist und welche vier Chancen wir bei D3Smedia darin sehen, lesen Sie in diesem Blogeintrag.

Die Live-Kommunikation ist in vielerlei Hinsicht ein Chamäleon unter den Below-the-Line-Aktivitäten. Zum einen, weil Live-Kommunikation mittlerweile zahlreiche Synonyme führt, wie zum Beispiel Eventmarketing oder Live-Marketing. Zum anderen, weil es wie kein anderes Instrument im Marketing subtiler und aktivitätsverdeckt seine Wirkung entfaltet und transportiert.

Was ist denn Live-Kommunikation denn nun konkret? Ganz sperrig formuliert handelt sich um Aktivitäten, die mittels einer direkten und persönlichen Kommunikation in einem inszenierten, erlebnisorientierten Umfeld wirken, um ein Erlebnis mit einer Markierung zu verknüpfen. Lange Rede, kurzer Sinn: es handelt sich um den Markentransport mittels eines Events.

Und das darin Chancen liegen, zeigt eine Studie der TU Dresden sehr deutlich: 90% erlebte Informationen behält ein Eventteilnehmer, während Leser z.B. nur 10% der gelesenen Informationen behalten können. Live-Kommunikation bietet also – neben den hier geschilderten – viele Chancen für Unternehmen, ihre Botschaften erfolgreicher zu übermitteln:

Chance 1: Events bieten das größte Emotionalisierungspotenzial

Der Mensch verfügt über eine selektive Wahrnehmung. Das heißt, wir alle picken uns schon sehr genau heraus, was wir wahrnehmen wollen. Dazu ein Beispiel: wollen wir im Fernsehen Nachrichten sehen, dösen wir über die Werbung hinweg. Und sind erst dann aufmerksam, wenn die Informationen ausgestrahlt werden, die wir empfangen wollen.

Genau hier setzt das Event an. Es kann alle menschlichen Sinne ansprechen und bedient so vier Kommunikationsaufgaben gleichzeitig: Information, Emotion, Motivation und Aktion. Und das schießt das Event hinsichtlich seines Emotionalisierungspotenzials weit vor klassische PR, Printwerbung und TV- und Kinowerbespots.

Chance 2: Subtiler Transport von Botschaften

Wer kennt das nicht? Der zigfachste Werbezettel im Briefkasten, das hundertste Werbeplakat, an dem man vorbeigelaufen ist. Klassische Werbung mittels Text, Ton oder Bild wird immer häufiger von den Rezipienten aussortiert. Zu offensichtlich fühlen sich Empfänger heute von der klassischen Ein-Wege-Botschaft beeinflusst, und in Zeiten einer konstanten Reizüberflutung werden solche Communiqués schlicht aussortiert.

Events bieten durch die Verknüpfung von Erlebnis und Markenbeziehung eine Übermittlung der Botschaft auf einer Metaebene, die mit dem guten Gefühl des Erlebens einhergeht. Sie ist also positiv besetzt.

Chance 3: Live-Kommunikation schwappt in die sozialen Netzwerke

Ein Clip von einem sehenswerten Tor, ein organisierter Flashmob, besondere artistische Tricks, ein langer Tennisballwechsel… die Liste der Videoclips mit großer Reichweite in sozialen Netzwerken ist lang. Viele dieser Clips sind bei Events entstanden, bei denen zum Beispiel durch Bandenwerbung oder ein Event-Branding eine Markenbotschaft durch die Leistung eines Eventteilnehmers in den sozialen Netzwerken eine große Reichweite erzielen kann.

Zugegeben: auch ein gut gemachter Werbespot kann viral gehen. Dieser muss aber speziell produziert werden. Clips von Events fallen Ihnen bei einer Eventveranstaltung fast vor die Füße. Die Verbreitung im Nachgang oder während einer Veranstaltung ist also ein Kinderspiel.

Chance 4: Inszenierung mittels Dramaturgie und Storytelling sorgt für nachhaltige Markenerfahrung

Event ist nicht gleich Event. Man kann eine Veranstaltung nach „Schema F“ abspulen und wird mit Sicherheit keinen Erfolg feststellen können. Holt man sich jedoch Spezialisten für die Inszenierung, setzt eine Event-Dramaturgie und ein Storytelling auf, lassen sich unglaublich nachhaltige Markenerfahrungen kreieren. Dazu gehört das unter Chance 1 bereits erwähnte multisensorische Erleben, das für ein erfolgreiches Event perfekt choreografiert werden muss.

Sie kennen dies aus eigener Erfahrung! Denken Sie an eine Veranstaltung, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und Sie werden schnell feststellen, dass Ihnen mindestens ein „Gänsehautmoment“ sofort zurück ins Gedächtnis springt. Und mit Sicherheit können Sie noch mindestens eine Marke nennen, die Sie mit diesem Erlebnis verbinden. 😉

Was sind Ihre Erfahrungen mit der Live-Kommunikation? Welche Aspekte und Chancen sehen Sie? Welche Risiken und Gefahren? Lassen Sie uns Ihre Meinung unter diesem Blogpost wissen!