Auf der IMEX 2017, der Fachmesse für Meetings, Incentives, Tagungen und Events, wurden aus Sicht von D3Smedia drei essentielle Event-Trends erkennbar: die weitere Internationalisierung, die Technologisierung von Events und das Thema Barrierefreiheit und Inklusion. Als neue Incentive-Spotlights dürften die Regionen Südamerika und Afrika genannt werden.

Unser Messebesuch begann mit einem Fachvortrag von Kerstin Hoffmann-Wagner und Gudrun Jostes von events-barrierefrei.de zum Thema „Herausforderung Inklusion — warum barrierefreie Events die Zukunft sind“. 10,2 Millionen Menschen mit anerkannter Behinderung leben in Deutschland. Dies entspricht einer Bevölkerungsgruppe, die 13% der Gesamtbevölkerung einnimmt. Neben dem rechtlichen Erfordernis, das sich nach §4 BGG ergibt, spricht auch die Zielgruppengröße für ein größeres Engagement, Events inklusiv auszugestalten.

Herausforderung Inklusion

Wichtig erscheint hier der Fakt, dass Barrierefreiheit hier nicht mit Inklusion synonym verwendet werden sollte. Inklusion baut zwar auf Barrierefreiheit auf, aber erst beide Begrifflichkeiten führen in der Konsequenz zu einem neuen Gesellschafts- und im Falle des Eventmanagements zu einem neuen Eventverständnis. Unter Barrierefreiheit fallen übrigens nicht nur Einrichtungen für Rollstuhlfahrer, wie z.B. Rampen, sondern zum Beispiel auch Farbschemata, Angebote in Braille- und Profilschrift und vieles mehr.

Fünf Zentimeter Boden-Niveauunterschied reichen, um Menschen von Events auszuschließen!

Gudrun Jostes zitiert aus ihrem Impulsvortrag 'Herausforderung Inklusion'

Wichtig ist, die Bedürfnisse seiner Anspruchsgruppen zu erkennen. Als Richtlinie sollten die Schritte Orientieren, Leiten und Informieren beachtet werden. Bei der Eventkreation kann hier auch ein Zwei-Phasen-Plan angewendet werden, der sich schrittweise nach einem unkonkreten und konkreten Bedarf richtet. Als ultimative Eventziele sollten Eventmacher folgende Ziele berücksichtigen:

  • Barrierefreiheit sollte Normalität werden.
  • Kommunikation ist Alles.
  • Führt zu einem Gewinn für Alle.

Was bedeutet Inklusion eigentlich?

Nach dem spannenden Vortrag ging es durch die Messehallen. Und dort wurde schnell klar, dass die Welt nicht nur sinnbildlich immer näher gerückt ist. Von Europa ging es in Windeseile zu den anderen Kontinenten. Ein besonderer Fokus lag auf den Boomregionen für Incentives and Events: Afrika und Südamerika. Länder wie Ruanda, Tansania, Costa Rica, Argentinien und Uruguay zeigten, dass diese Länder sich nicht auf dem Welt-Eventmarkt verstecken müssen. Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die tiefere Internationalisierung auf dem Event- und Incentivemarkt auch weiterhin ein Trend bleibt!

Was bedeutet Inklusion eigentlich?

Als offensichtlicher Trend ist ebenfalls die fortschreitende Technologisierung von Tagungen und Events festzustellen. Hersteller von Event-Apps sowie Tagungstechnologie zeigten, was sie können. Beeindruckend erschien uns der Bedarf an Tagungsmikrofonen und -lautsprechern, die werfbar (!) waren.

Als Resümee bleibt festzuhalten: die IMEX 2017 hat viele nette Gespräche und Kontakte gebracht, ein Beschnuppern von neuen Eventtrends und so manch kulinarische Leckerei, die wir an den Ständen der einzelnen Länder kosten durften.